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Selbstliebe Light

Fantastisch. Unglaublich eigentlich, dass  tatsächlich gerade ICH beginne, mit offenem Herzen einen Beitrag über Selbstliebe zu schreiben.

Ich freue mich, dass dieser Artikel auch bei der Blogparade „Stark durch Selbstliebe“ vertreten ist!

Wenn ich bedenke, wie sehr ich dieses Wort gehasst habe. Meine Standardantwort für jeden, der mich mit diesem Thema belästig hat, war: „ich verstehe das Konzept, aber ich habe keine Ahnung, was es sein soll“.

Und damit war es für mich vorerst mal wieder abgehakt.

Ich möchte diesen Artikel all denjenigen widmen, denen es ähnlich ging oder geht

Die genervt oder verwirrt sind und nach etwas suchen, von dem sie gar nicht wirklich wissen, was es sein soll.

Wie gewohnt, möchte ich einen HabEsleicht Ansatz anbieten: Wenn du denkst, nicht wirklich zu wissen, was Selbstliebe ist – erkennst du denn mangelnde Selbstliebe bei anderen? Da bin ich mir fast sicher. Was sagst du zu:

  • dem Angestellten, die sich in der Arbeit Pausen versagt
  • dem Partner, der sich eigentlich Kinder wünscht, aber sich stattdessen auf seine Karriere und die materiellen körperlichen Freuden des Lebens konzentriert
  • der Frau, die sich minderwertig fühlt, weil ihr Partner mehr Geld hat als sie
  • dem Mann, der sich seit seiner letzten gescheiterten Beziehung zu Hause verzieht, während sein Körperumfang unauffhörlich wächst
  • der Frau, die ihr ganzes Geld in Kleidung und Schuhe steckt, um sich wertvoller zu fühlen
  • der Frau, die ständig davon ausgeht, dass etwas nicht funktionieren wird, sich nicht freuen kann, aus Überzeugung, dass danach eine Form der Strafe folgt
  • der Frau, die für ihren neuen Job bis an ihre körperlichen Grenzen und darüber hinaus geht, weil es ja eine „sichere“ Postition ist
  • der Frau, die versucht ihren flatterhaften Partner mit Sex an sich zu binden
  • Partnern, die wegen der Kinder zusammenbleiben und unglücklich sind?

Die Liste der Szenarien ist lang und ich denke, das reicht für den Anfang. Das könnten Menschen in meinem oder deinem Umfeld sein. Die fallen nicht auf – schließlich erlebt ja jeder diese „Aufs und Abs“ im Leben.

In anderen Worten: wir finden es normal, uns gelegentlich oder über längere Zeiträume nicht gut zu fühlen, Stress mit anderen zu haben, im Job oder im Alltag zu kämpfen. So ist das Leben.

Ich habe mich irgendwann gefragt:

Wer sagt denn, dass das alles ist?!

Wer macht denn die Regeln, dass man sich nur temporär, oder bis zu einer bestimmten Grenze gut fühlen darf? Dass wir uns hin und wieder für harte Arbei belohnen dürfen, aber auf keinen Fall schon vorher oder einfach so?

Für viele bedeutet das Um-sich-selbst-kümmern, abends ein paar oder ein paar mehr Gläser Wein zu leeren, mal in die Sauna oder zur Kosmetikerin zu gehen -oder alle paar Monate Urlaub zu machen, um den Alltag zu kompensieren. Das reicht doch wohl, oder?

Wie wäre es mit NEIN? Mein Ansatz, Selbstliebe zu beschreiben:

1. Frage dich in jedem bewussten Moment: tut mir das gerade gut?
Ist das meine Entscheidung, oder will ich gerade etwas für jemand anders tun bzw. meinen Wert auf SEINE Seite steigern? Was ist das Motiv?

Selbstliebe bedeutet für mich nicht, mir ein paar Schuhe zu kaufen, weil mein Job mich langweilt

Es bedeutet, mir einen anderen Job zu „gönnen“ – eine neue und bessere Erfahrung zu erlauben, oder zumindest meine aktuelle Situation aktiv und selbstverantwortlich zu ändern.

2. Setze es um.

Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Du sollst jetzt nicht sofort deinen Job kündigen, weil du lieber um die Welt reisen möchtest, deinen Partner/deine Partnerin verlassen, weil er/sie andere Vorstellungen hat, deine Kinder abgeben und auf die Bahamas fliegen.

Eins nach dem anderen und kleine Schritte:

In der Ruhe liegt die Kraft.

Nett, schon wieder so ein Spruch, denkst du vielleicht. Egal, entspanne dich und nimm es an. Es geht nicht darum, etwas übers Knie zu brechen, es geht darum, dass du dir BEWUSST machst, was dir gut tut. Was macht dir Spaß, gute Gefühle, was erfüllt dich?

Überfordern dich diese Fragen?

Dann fang langsam an. Was möchtest du frühstücken? Wie soll dein Tag aussehen?

Nein, den Besserwisser im Kopf, der dir sagt, dass es ja noch andere Personen in deinem Leben gibt, die das eventuell nicht möglich machen, brauchen wir gerade nicht.

Ist dir schonmal aufgefallen, dass dein Umfeld sich oft tadellos an deine Bedürfnisse anpassen kannst, sobald du einmal den Mut (die Selbstliebe!) aufbringen kannst und diese offen kommunizierst?

Vielleicht fühlt sich das egoistisch an. Ich kann doch nicht einfach sagen, was ich möchte und die Bedürfnisse der anderen total außer acht lassen! Wie ein kleines Kind, das „ich will, ich will, ich will“ schreit?

Babys fragen sich auch keine Sekunde, ob sie vielleicht etwas leiser schreien sollten, wenn sie Hunger haben.

Gottseidank müssen wir das nicht so lösen. Für uns reicht es, wenn wir wie ein Baby wieder lernen, unsere wahren Bedürfnisse zu spüren und sie dann liebevoll-bestimmt zu kommunizieren.

Ja, es ist Gewöhnungssache!

Übe dich in der kleinsten Kleinigkeit und eines Tages stehst du da und sagst: DAS hätte ich gerne und zwar genau So. Und dann wird sich dein Weg ebnen. Du, aber, darfst ihn auch beschreiten. Wir wissen ja mittlerweile, dass wir alleine für unser Leben und unser Glück verantwortlich sind.

Fazit:

Selbstliebe hat 1000 Facetten

und das darfst du dir bewusst machen, wenn du dir die dritte Handtasche in dieser Woche kaufst oder die 5. Flasche Jahrgangswein öffnest.

Tut es mir gut, weil ich es in diesem Moment möchte, oder kompensiere ich damit heimlich mal wieder etwas anderes?

Dennoch: Nur nicht zu kompliziert: klar können wir uns mal etwas mehr gönnen. Manchmal „schmeckt“ es einfach zu gut. Manchmal machen wir unvernünftige Dinge. Alles ok.

Bleib einfach nur bewusst – dein Körper und dein Leben werden es dir spiegeln.

 

9 Gedanken zu „Selbstliebe Light

  1. Liebe Cathrina,

    was ist das denn für ein toller Artikel! Einfach genial, man von der Pike auf an das Thema Selbstliebe heran zu gehen. Und vor allem: Was ist Selbstliebe nicht! Gefällt mir total gut und ist so schön zu lesen. Ich danke dir dafür!

    Ganz liebe Grüße und bis bald,
    Carina

    1. Liebe Carina,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Der Artikel war mein Versuch, dieses „große“ Wort mal ein bisschen verdaulicher zu machen und ich freue mich sehr, dass er so gut bei dir angekommen ist!

      Liebste Grüße
      Cathrina

  2. Liebe Cathrina,

    ich bin berührt von Deinem Artikel. Ganz wunderbar. Er ist so liebevoll.

    Du hast das Thema der Selbstliebe so greifbar gemacht. So leicht und praxisnah.

    Vielen Dank und hab einen wundervollen Tag voller Strahlen! Wie schön, dass es Dich gibt.

    Alles Liebe,
    Birgit

    1. Liebe Birgit,
      ich danke dir von Herzen für deinen herzlichen Kommentar!
      Und es ist wunderbar, dass es DICH gibt!

      Liebste Grüße
      Cathrina

  3. Liebe Cathrina,

    da bin ich gerade dabei die Artikel, die an der Blogparade teilgenommen haben für das Ebook zusammenzutragen und was sehe ich. Ich habe mich noch gar nicht bedankt für Deine Teilnahme und für diesen wunderbaren Beitrag. Deinen HabEsleicht-Ansatz finde ich ganz wunderbar.

    Vielen Dank, dass Du dabei warst und mit deinem Beitrag diese Blogparade bereichert hast.

    Liebe Grüße
    Claudia

  4. Liebe Cathrina,
    das was und wie du schreibst in dem tollen, nicht zu langen Artikel, brachte mich noch mehr zu der Idee die ich mit mir rumtrage. Ich möchte einen Workshop kreieren, bei dem Menschen zu sich finden können, sich wahrnehmen, bei sich sein, ihren inneren Schatz finden. Und was ist das anderes als Selbstliebe sich um sich zu kümmern? Das hat mich weiter darin bestärkt, dies zu verwirklichen. Danke dafür
    Dorothea

    1. Liebe Dorothea,
      das freut mich sehr zu hören 🙂 Gerne teile ich deinen Workshop auch, wenn es soweit ist!
      Liebe Grüße
      Cathrina

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